PARADOX China 2006

Ausstellung in der
»Tianjin BXMY Art Development Ltd. Company«

Fruchtbare Kooperation in China

Im Zuge des Deutsch-Chinesischen Kulturaustauschs machte sich der Künstler B.J. Antony (Gemeinde Lohra, OT Rodenhausen) als Kurator der Künstlergruppe PARADOX von Ende September bis Anfang Oktober 2006 bereits zum vierten Mal auf den weiten Weg ins Reich der Mitte. Diesmal in Begleitung des Künstlers Manfred Schaller (Nürnberg) und seines Organisationsassistenten Sven Kanje (Helgoland) wurde er in China von Mdme Gu Yingzhi (Tianjin) empfangen, die als „Art Director PARADOX in China“ die Belange der Künstlergruppe vor Ort regelt und bereits etliche Ausstellungen erfolgreich durchgeführt hat.

Gu Yingzhi genießt in ihrem Heimatland als Künstlerin eine große Bedeutung und verfügt über hervorragende Beziehung zu gehobenen Stellen in Politik und Kultur. So war sie die Lieblingsmalerin des ehemaligen Staatspräsidenten Deng Xiao Ping und schuf in dessen Arbeitszimmer im Regierungspalast ein 7 m langes Gemälde. Ihre Bilder werden immer wieder gern von Vertretern der chinesischen Regierung als Geschenke an Staatsoberhäupter überreicht.

Der Kontakt zwischen Gu Yingzhi und B.J. Antony entstand 1998 über das Internet. Seit 6 Jahren widmen sie sich intensiv dem deutsch-chinesischen Kulturaustausch und haben auf diesem Wege bereits einen anerkennenswerten Beitrag zur Freundschaft zwischen den Völkern geleistet. Zahlreiche international gemischt besetzte Ausstellungen in China und Deutschland legen Zeugnis davon ab, ausführliche Informationen über die Aktivitäten findet man auf der Webseite www.paradox-online.de

Zum diesjährigen Besuch bereitete Gu Yingzhi eine weitere Ausstellung in Tianjin vor, ausgeführt von der „Tianjin BXMY Art Development Ltd. Company“. Vertreten durch die Galeristin Cheng Lin und den Manager Luo Dapeng bot die Gesellschaft B.J. Antony am Tag der Vernissage eine Kooperation mit PARADOX an, die dazu dienen soll, dauerhaft und ständig Verkaufsausstellungen mit Arbeiten der Künstlergruppe an verschiedenen Orten in China durchzuführen. Der Kooperationsvertrag wird derzeitig schriftlich niedergelegt. Dies kann als ein weiterer bedeutender Erfolg verbucht werden, PARADOX betritt jedenfalls mit diesem Schritt auf den chinesischen Kunstmarkt Neuland.

Selbstverständlich wird Gu Yingzhi weiterhin Ausstellungen für die Künstlergruppe organisieren, aber diese finden in Museen und öffentlichen Gebäuden statt und dienen nicht dem Verkauf, sondern steigern den Bekanntheitsgrad und festigen den guten Ruf, wie überdurchschnittlich viele interessierte Besucher und zahlreiche Beiträge in TV, Radio und Zeitungen belegen. Aber auch die chinesische Gesellschaft sieht die Zusammenarbeit als ein Novum. Wie Luo Dapeng bei einem abschließendem Geschäftsessen ausdrückte, sei er sehr gespannt auf die Entwicklung in der Zukunft, aber auch ein wenig nervös, wenn auch im positiven Sinne. Es gäbe eine hohe Erwartung, aber niemand könne sagen, ob der chinesische Kunstmarkt reif ist für die westliche Kunst. Ob dieses Experiment gelingt, könne nur die Zeit zeigen, aber er sei recht zuversichtlich, was die Entwicklung in seiner Heimat betreffe.

Einen weiteren Höhepunkt der Reise der drei Vertreter von PARADOX bedeutete der Besuch des Nationalparks Zhangjiajie in der Provinz Hunan. Dort wurden sie nicht nur von hohen Regierungsvertretern und Managern wie dem Gouverneur, Bürgermeistern und Leiter des Nationalparks empfangen und zum Essen eingeladen, sondern besuchten  in ihren Ateliers und Galerien ebenfalls die renommierten Künstler Qi Feng, Chen Chuhua und Li Junsheng.

Trotz aller Sprachschwierigkeiten und oft fehlender Dolmetscher verliefen alle Treffen in herzlich warmer Atmosphäre, die von gegenseitiger respektvoller Neugier getragen wurde. Man kann sich im wahrsten Sinne des Wortes auch mit Händen und Füßen unterhalten, zum Glück ist die Bildsprache der Künstler international. Die Freundschaft und das Verständnis zwischen den Menschen in Asien und Europa ist jedenfalls durch den Besuch der kleinen Abordnung der Künstlergruppe PARADOX ausgiebig und intensiv vertieft worden.

Meine ›Hochzeit‹ im Museum!

 

 

 

Am 1.März wurde die Galerie “PARADOX” in den Räumen der Royal Manor Villa in Tianjin eröffnet.

 

 

China 2006

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